Dieser Artikel richtet sich vor allem an DocuWare Administratoren: Lesen Sie die technischen Hinweise, bevor Sie DocuWare Cloud aktualisieren oder Ihr lokal installiertes DocuWare (On-Premises) manuell aktualisieren.
Geänderte Systemanforderungen
Im Vergleich zu DocuWare Version 7.14 haben sich die Systemanforderungen wie folgt geändert:
Allgemeine Systemanforderungen
Connect to Outlook:
Microsoft Office 2016, 2019 und 2021 werden nicht mehr unterstützt.
Microsoft Office 2024 wird jetzt unterstützt.
Connect to Mail:
Microsoft Exchange Server 2016 und 2019 werden nicht mehr unterstützt.
Die Microsoft Subscription Edition wird jetzt unterstützt.
Änderungen nur für On-Premises-Systeme
Microsoft SQL Server 2016 wird nicht mehr unterstützt.
Ein direktes Upgrade auf Version 7.15 ist ab DocuWare Version 7.10 möglich.
DocuWare Cloud only
Single Sign-On: neue Callback-URL hinzufügen
Breaking Change
DocuWare 7.15 nutzt eine neue Version des Identity Service. Diese arbeitet mit anderen URLs.
Wenn Ihre Organisation Single-Sign-On einsetzt, tragen Sie die Callback-URL für Version 7.15 bei Ihrem Identity Provider separat ein – in der Liste der akzeptierten Redirect-URLs. Fehlt sie, kann sich nach dem Update niemand mehr anmelden. Die URL für Version 7.14 bleibt in der Liste.
Sie können das schon erledigen, bevor Ihre Organisation aktualisiert wird. DocuWare 7.14 zeigt beide Callback-URLs bereits an. Tragen Sie die neue URL also jetzt ein, damit das Update ohne Anmeldeprobleme verläuft.
Die neue Callback URL zum Identity Provider hinzufügen
Öffnen Sie DocuWare Konfigurationen > Sicherheit > Single-Sign-On > Single-Sign-On-Verbindung konfigurieren.
Die Verbindung zeigt zwei Callback-URLs:
Callback-URL 1 für Version 7.14
Callback-URL 2 für Version 7.15
Kopieren Sie Callback-URL 2 für Version 7.15 über die Schaltfläche daneben.
Wechseln Sie zu Ihrem Identity Provider.
Öffnen Sie bei Ihrem Identity Provider die Liste der akzeptierten Redirect-URLs.
Fügen Sie die neue Callback URL 2 dort ein. Beide URLs müssen in der Liste stehen.
Wichtig: Löschen Sie die URL für Version 7.14 nicht.
Mehr zum Hintergrund und mehr Informationen zum Hinzufügen der URL bei Ihrem Identity Provider: KBA-38173 im DocuWare Support
Local Data Connector: Warnung bei kritischen Fehlern
Wer in der Verwaltung des Local Data Connectors eine Datenquelle angelegt hat, bekommt jetzt eine E-Mail, wenn ein Fehler in der Infrastruktur auftritt. So erfahren Sie von einer defekten Datenquelle, bevor jemand eine leere Auswahlliste meldet. Die E-Mail geht raus, sobald der Cloud-Service den Fehler feststellt.
Diese Fehler lösen eine E-Mail aus:
Der Local Data Connector Service ist nicht erreichbar. Ursache sind Verbindungsprobleme oder eine falsch konfigurierte Authentifizierung.
Der Datenbankserver ist nicht erreichbar. Dort liegt die Konfiguration der Datenquelle.
Der Service hat allgemeine Verbindungsprobleme.
Ein Vorgang auf der Datenquelle läuft in einen Timeout, dauert also zu lange.
DocuWare On-Premises
Volltextserver auf Apache Solr 10 aktualisiert
Breaking Change
Der DocuWare Volltextserver läuft jetzt auf Apache Solr 10. Das Update erfordert eine Neuindexierung der Volltextdatenbank. DocuWare Server Setup startet diese Neuindexierung automatisch.
Um die Serverlast niedrig zu halten, umfasst die automatische Neuindexierung nur Dokumente, die in den letzten drei Jahren gespeichert oder geändert wurden. Ältere Dokumente können Sie pro Archiv zu einem passenden Zeitpunkt neu indexieren. Verwenden Sie dazu die Funktion Volltext-Daten zurücksetzen im Bereich DocuWare Konfigurationen > Archive > Archiv > Mehr Optionen > Volltext-Optionen.
Apache Solr 10 wird mit Java 25 ausgeliefert. Java wird zusammen mit DocuWare installiert, eine separate Java-Installation auf dem Host des Volltextservers ist daher nicht erforderlich. Auf dieser Basis können künftige Sicherheitspatches für Solr und Java eingespielt werden.
DocuWare Cloud und On-Premises
Neue Workflows nur noch im Workflow Designer im Web
Mit DocuWare 7.15 werden neue Funktion und Verbesserungen nicht mehr in den Workflow Designer als Desktop App implementiert. Die Roadmap für den Wechsel zum Web-basierten Workflow Designer beschreibt die weiteren Schritte.
Es ist zudem nicht mehr möglich, im Desktop Workflow Designer
einen Workflow von Grund auf neu zu erstellen - erstellen Sie neue Workflows stattdessen im Web-basierten Workflow Designer
einen bestehenden Workflow zu kopieren
einen Workflow als neuen Workflow importieren. Sie können jedoch weiterhin einen Workflow als neue Version eines bestehenden Workflows importieren,
Technische Details
Bestehende Workflows können Sie im Desktop Workflow Designer bis einschließlich DocuWare 7.15 weiterhin öffnen und bearbeiten. Der Support endet mit DocuWare 7.16, geplant für Frühjahr 2027.
Das Erstellen neuer Workflows über die API von BPWDesignService wird mit 7.16 ebenfalls blockiert. Skripte oder Tools, die Workflows auf diesem Weg erstellen, funktionieren mit 7.16 nicht mehr und müssen angepasst werden.
Workflows, die bereits laufen, lassen sich unverändert weiter nutzen.
Aktionen, die nicht mehr unterstützt werden, bleiben im Desktop Workflow Designer sichtbar. Wenn Sie eine davon auswählen, erscheint ein Hinweis, dass die Aktion dort nicht mehr unterstützt wird, mit einem Link zum Web-basierten Workflow Designer:

Workflow: Tabellen mit Auswahllisten laufen schneller
Workflow-Aufgaben mit einer Tabelle aus vielen Spalten lassen sich jetzt schneller bestätigen.
Für eine Tabellenspalte kann die Option Nur aus Auswahlliste eingestellt sein. DocuWare prüft dann, ob die eingegebenen Werte erlaubt sind. Bisher geschah das für jede Zelle einzeln. Jetzt prüft DocuWare eine Spalte in einem Schritt, für alle Zeilen zusammen. Welche Werte erlaubt sind und welche nicht, bleibt gleich.
Am meisten Zeit sparen Sie, wenn die Auswahlliste ihre Werte aus einer externen Datenquelle holt. Diese Quelle wird jetzt nur noch einmal abgefragt, nicht mehr für jede Zeile.
In DocuWare Cloud ist die neue Prüfung schon aktiv. In On-Premises-Systemen schaltet eine administrierende Person sie ein - mit der Einstellung ValidateAllSelectListValuesAtOnce in der Webkonfigurationsdatei der Platform.
Konfigurationen: Spalte „Letzte Ausführung“ bis zur nächsten Ausführung leer
DocuWare 7.15 ändert, wie Daten zum Ausführungsstatus intern gespeichert werden. Die Änderung betrifft vier Module: Autoindex, Löschregeln, Transfer und Synchronisation. Bei bestehenden Konfigurationen kann die Spalte Letzte Ausführung in der Übersicht dieser Module nach dem Update leer erscheinen.

Startseite einer Konfiguration: Die Spalte Letzte Ausführung wird nach dem Update wieder gefüllt, wenn der Job wieder ausgeführt wird.
Die Spalte füllt sich nach der nächsten geplanten oder manuellen Ausführung jeder Konfiguration automatisch wieder. Es gehen keine Ausführungsdaten verloren, und Sie müssen nichts aktiv tun.
Die vollständige Ausführungshistorie bleibt in Monitoring verfügbar. Sobald die Spalte wieder einen Wert zeigt, klicken Sie auf das Datum, um die Ausführungshistorie dieser Konfiguration zu öffnen.

Die vollständige Ausführungshistorie bleibt in Monitoring.