Konfigurieren Sie auf dem Tab DocuWare E-Invoicing Service > Senden, wie ausgehende E-Rechnungen mit dem DocuWare E-Invoicing Service verarbeitet werden. Die hier vorgenommenen Einstellungen dienen als Voreinstellungen für den DocuWare Workflow. Einige Einstellungen lassen sich im Workflow anpassen oder überschreiben, und manche Werte können sich abhängig vom Inhalt der E-Rechnung selbst ändern.
Eine Anleitung zur Einrichtung des Workflows für den Versand von E-Rechnungen finden Sie unter So richten Sie Workflows für den DocuWare E-Invoicing Service ein.
Allgemein
Standard-Übertragungstyp: Wählen Sie das Netzwerk oder die Methode aus, die standardmäßig zum Versand von E-Rechnungen verwendet wird. Die verfügbaren Übertragungstypen hängen vom Land Ihres Rechtsträgers ab.
Information: Standardeinstellungen können überschrieben werden
Die Standardeinstellungen auf diesem Tab können durch den Inhalt der E-Rechnung oder die Workflow-Konfiguration überschrieben werden.
Belgien (BE)
In Belgien ist der Versand von E-Rechnungen über das Peppol-Netzwerk verpflichtend. Der Standard-Übertragungstyp ist auf Peppol-Netzwerk festgelegt. Auf diesem Tab ist keine zusätzliche länderspezifische Konfiguration erforderlich.
Information: E-Rechnungen an belgische öffentliche Einrichtungen senden (B2G)
In Belgien werden E-Rechnungen an öffentliche Einrichtungen über Mercurius verarbeitet, die föderale Plattform für den Empfang von Lieferanten-E-Rechnungen. Die Rechnungen werden über das Peppol-Netzwerk automatisch anhand der Peppol-ID des Empfängers an Mercurius weitergeleitet. Über die standardmäßige Peppol-Einrichtung im DocuWare E-Invoicing Service hinaus ist keine zusätzliche Konfiguration erforderlich.
Deutschland (DE)
In Deutschland ist die Nutzung des Peppol-Netzwerks optional. Wählen Sie den bevorzugten Übertragungstyp unter Standard-Übertragungstyp aus.
Prüfungen technischer und geschäftlicher Regeln: Für in DocuWare gespeicherte E-Rechnungen können technische und geschäftsregelbasierte Prüfungen durchgeführt und ein Bericht zu Audit-Zwecken erstellt werden. Diese Funktion wird im DocuWare Workflow ausgelöst und konfiguriert. Siehe So richten Sie Workflows für den DocuWare E-Invoicing Service ein (in Kürze verfügbar).
Information: E-Rechnungen an deutsche öffentliche Einrichtungen senden (B2G)
In Deutschland werden E-Rechnungen an öffentliche Einrichtungen über OZG-RE (Onlinezugangsgesetz-Rechnungseingang) weitergeleitet. Enthält eine E-Rechnung eine Leitweg-ID als Empfängerkennung, leitet der DocuWare E-Invoicing Service die Rechnung automatisch über das verbundene Netzwerk an die zuständige Behörde weiter. Für das B2G-Routing ist keine zusätzliche Konfiguration erforderlich.
Polen (PL)
Polen erfordert mehr Konfigurationseinstellungen als andere Länder. E-Rechnungen werden über KSeF (Krajowy System e-Faktur) ausgetauscht, die nationale E-Rechnungs-Plattform der polnischen Steuerbehörde.
Standard-Übertragungstyp: Auf KSeF (Krajowy System e-Faktur) festgelegt.
Konfigurieren Sie die KSeF-Verbindung mit den folgenden Feldern:
Status: Gibt an, ob KSeF für diesen Rechtsträger aktiviert ist. Nach der Aktivierung können Sie die bestehenden Verbindungseinstellungen aktualisieren. Eine Deaktivierung ist nicht möglich.
Startdatum: Das Datum, an dem KSeF erstmals für diesen Rechtsträger aktiviert wurde. Dieses Feld ist schreibgeschützt.
Elektronisches Zertifikat: Laden Sie das elektronische Zertifikat hoch, das im Rahmen der KSeF-Registrierung beim polnischen Finanzministerium (Ministerstwo Finansów) für Ihr Unternehmen ausgestellt wurde. Zulässige Formate sind .pfx und .p12.
Information: KSeF-Zertifikat beziehen
Informationen zum Bezug Ihres Zertifikats finden Sie in der offiziellen KSeF-Dokumentation: https://www.podatki.gov.pl/ksef/
Zertifikat-PIN: Geben Sie die PIN ein, die dem hochgeladenen elektronischen Zertifikat zugeordnet ist.
Gutschriftcode: Wählen Sie den Korrekturtyp aus, der für Ihre Gutschriften gilt:
Für eine Korrektur mit Wirkung zum Datum der Erfassung der ursprünglichen Rechnung
Korrektur mit Wirkung zum Ausstellungsdatum der Korrekturrechnung
Korrektur mit Wirkung zu einem anderen Datum, auch wenn die Daten für verschiedene Positionen der Korrekturrechnung unterschiedlich sind
Vorgangsart: Gibt die Art der Transaktion an, zum Beispiel Waren und Dienstleistungen. Dieser Wert kann sich abhängig vom Inhalt der E-Rechnung ändern.
Rechtsverbindliche Rechnung: Nachdem eine Rechnung erfolgreich an das KSeF-Netzwerk übermittelt wurde, wird sie digital signiert und mit einem QR-Code versehen, der relevante Rechnungsdaten enthält. Aktivieren Sie PDF mit QR-Code speichern, um diese rechtsverbindlich signierte Version in DocuWare zu speichern, und wählen Sie, wie sie gespeichert wird:
Anklammern: Die PDF mit QR-Code wird an das ursprüngliche E-Rechnungsdokument in DocuWare angeklammert.
Original ersetzen: Die PDF mit QR-Code ersetzt das ursprüngliche E-Rechnungsdokument in DocuWare.
Wählen Sie Aktivieren, um die KSeF-Verbindung für diesen Rechtsträger zu aktivieren.
Frankreich (FR)
Die folgende Konfiguration ist für französische Rechtsträger verpflichtend und verfügbar. Zusätzlich zum Senden und Empfangen von E-Rechnungen mit Statusaktualisierungen schreibt das französische Recht die Registrierung im Annuaire sowie die Übermittlung von E-Reports an die DGFiP für alle gesendeten und empfangenen Rechnungen vor. Der DocuWare E-Invoicing Service erledigt beides innerhalb dieser Konfiguration.
In Frankreich ist der Standard-Übertragungstyp auf Peppol-Netzwerk festgelegt. Wählen Sie den bevorzugten Übertragungstyp aus:
Peppol-Netzwerk (Standard)
Chorus PRO (B2G, für E-Rechnungen an öffentliche Einrichtungen)
Alle bestehenden Konfigurationen, bei denen zuvor DGFiP als Standard-Übertragungstyp ausgewählt war, wurden automatisch auf Peppol-Netzwerk umgestellt. Es sind keine manuellen Änderungen erforderlich.
Information: E-Rechnungen an französische öffentliche Einrichtungen senden (B2G)
In Frankreich werden E-Rechnungen an öffentliche Einrichtungen über Chorus PRO gesendet. Um eine E-Rechnung über Chorus PRO zu leiten, wählen Sie im DocuWare Workflow Chorus PRO als Übertragungstyp aus. Über die standardmäßige Einrichtung im DocuWare E-Invoicing Service hinaus ist keine zusätzliche Konfiguration erforderlich.
e-Reporting France
Im Bereich e-Reporting France konfigurieren Sie die Verbindung Ihres Rechtsträgers zur französischen Steuerbehörde (DGFiP) für die verpflichtenden E-Reporting-Pflichten bei gesendeten E-Rechnungen. Diese Konfiguration ist für alle französischen Rechtsträger erforderlich, die den DocuWare E-Invoicing Service nutzen.
Die folgenden Felder stehen zur Verfügung:
Status: Gibt den aktuellen Aktivierungsstatus der Konfiguration e-Reporting France an. Schreibgeschützt.
Deaktiviert: Die Konfiguration wurde noch nicht aktiviert.
Konfiguriert: Die Konfiguration ist übermittelt, und der Veröffentlichungsprozess wurde gestartet.
Aktiviert: Die Konfiguration wurde aktiviert.
Annuaire-Status: Gibt an, ob Ihr Rechtsträger im Annuaire veröffentlicht ist, dem von der DGFiP verwalteten französischen E-Rechnungs-Verzeichnis. Schreibgeschützt.
Nicht veröffentlicht: Der Rechtsträger wurde noch nicht im Annuaire veröffentlicht.
Veröffentlicht: Der Rechtsträger ist im Annuaire aktiv.
Startdatum: Das Datum, an dem die Konfiguration e-Reporting France erstmals aktiviert wurde. Schreibgeschützt. Wird nach der Aktivierung innerhalb von 24 Stunden automatisch befüllt.
SIREN-Nummer: Die SIREN-Nummer Ihres Rechtsträgers, wie sie bei der französischen Steuerbehörde registriert ist. Schreibgeschützt. Wird aus den Registrierungsdaten befüllt, die Sie beim Onboarding-Prozess Ihres Rechtsträgers übermittelt haben.
E-Mail-Adresse des Meldepflichtigen (Pflichtfeld): Geben Sie die E-Mail-Adresse der Person ein, die für die E-Reporting-Meldungen dieses Rechtsträgers verantwortlich ist.
Grund für die Mehrwertsteuerbefreiung: Wählen Sie gegebenenfalls den zutreffenden Grund für die Mehrwertsteuerbefreiung aus. Das Dropdown-Menü enthält die Standard-VATEX-Codes gemäß dem europäischen E-Rechnungs-Standard, zum Beispiel VATEX-FR-FRANCHISE: National VAT franchise in France. Lassen Sie das Feld leer, wenn keine Mehrwertsteuerbefreiung zutrifft.
Vorgangsart: Wählen Sie die Art der Transaktion aus, die für diesen Rechtsträger gilt, zum Beispiel Dienstleistungen.
Unternehmensgröße (Pflichtfeld): Wählen Sie die Größenklasse Ihres Rechtsträgers aus:
Großunternehmen (GE)
Mittelgroßes Unternehmen (ETI)
Kleines und mittleres Unternehmen (SME)
Kleinstunternehmen
NAF-Code (Pflichtfeld): Geben Sie den NAF-Code (Nomenclature des Activités Françaises) für Ihren Rechtsträger ein. Der NAF-Code ist ein französischer Klassifikationscode, der die wirtschaftliche Haupttätigkeit eines Unternehmens kennzeichnet. Geben Sie nur die ersten beiden Ziffern Ihres NAF-Codes ein, zum Beispiel 63, wenn Ihr vollständiger NAF-Code 63.11Z lautet.
Ihren NAF-Code und Ihre Unternehmensgrößenklasse können Sie im offiziellen französischen Unternehmensverzeichnis nachschlagen: annuaire-entreprises.data.gouv.fr (siehe zum Beispiel: DocuWare im Annuaire).
Mehrwertsteuerregime (Pflichtfeld): Wählen Sie das zutreffende Mehrwertsteuerregime für Ihren Rechtsträger aus:
Réel normal mensuel, monatliche Meldung
Réel normal trimestriel, vierteljährliche Meldung
Franchise en base, Meldeschwelle / Grundfreibetrag
Simplifié, vereinfacht
Was passiert, wenn Sie die Konfiguration e-Reporting France aktivieren
Wenn Sie Aktivieren wählen, wird die Konfiguration e-Reporting France übermittelt und die SIREN Ihres Rechtsträgers im PPF-Annuaire veröffentlicht. Durch die Veröffentlichung im Annuaire wird Ihr Rechtsträger automatisch im Peppol-Netzwerk registriert, und Ihrer Konfiguration wird eine Peppol-ID/Kennung zugewiesen. Der Rechtsträger ist innerhalb von 24 Stunden nach der Aktivierung im Annuaire verfügbar. Unter Annuaire de la facturation electronique können Sie prüfen, ob Sie über eine aktive elektronische E-Rechnungs-Adresse verfügen.
Die Veröffentlichung Ihrer SIREN im PPF-Annuaire kann bis zu 24 Stunden dauern – in der Produktions- ebenso wie in der Staging-Umgebung. Dies ist eine infrastrukturbedingte Einschränkung der DGFiP und keine Verzögerung durch den DocuWare E-Invoicing Service. Sie können erst dann DGFiP-Rechnungen ausstellen oder empfangen, wenn die Registrierung vollständig übernommen wurde.
Bei erfolgreicher Aktivierung:
Der Status wechselt zu Konfiguriert.
Der Annuaire-Status wechselt zu Veröffentlicht.
Startdatum wird mit dem Aktivierungsdatum befüllt.
Die Schaltfläche Aktivieren wird für künftige Änderungen durch Aktualisieren ersetzt.
Eine Toast-Benachrichtigung bestätigt: „Steuermeldungseinstellung für e-Reporting France erfolgreich erstellt."
Nach erfolgreicher Aktivierung werden die Peppol-Felder auf dem Tab Allgemeine Konfiguration (Registrierter Name, Peppol-ID/Kennung) automatisch befüllt.
Informationen zur Migration einer vorhandenen Peppol-ID in Frankreich
Wenn für Ihren Rechtsträger bereits eine Peppol-ID bei einem anderen Anbieter registriert ist, stehen beim Aktivieren von Peppol Migrationsoptionen zur Verfügung. Einzelheiten zu den Migrationsszenarien und den erforderlichen Schritten finden Sie unter Registrierung und Onboarding.
Wenn Ihr Rechtsträger bereits bei einer anderen Plateforme Agréée (PA) registriert ist, löst die Auswahl von Aktivieren außerdem eine Migration innerhalb des Annuaire aus. DocuWare beansprucht als zertifizierte White-Label-PA Ihren bestehenden Eintrag und überträgt ihn automatisch. Von Ihrer Seite ist keine weitere Aktion erforderlich. Sie haben DocuWare durch das während des Onboarding-Prozesses erteilte Mandat autorisiert, diese Migration durchzuführen.
Weitere Hinweise zum E-Reporting in Frankreich
Woher stammen die Annuaire-Werte? Die im Bereich e-Reporting France angezeigten Werte, etwa die SIREN-Nummer, stammen aus der Registrierung des Rechtsträgers, die während des Onboarding-Prozesses des DocuWare E-Invoicing Service abgeschlossen wurde. Einzelheiten finden Sie unter Registrierung und Onboarding.
Derzeit wird nur die SIREN-Registrierung unterstützt. Die Unterstützung für SIREN-Suffixe und SIRETs steht ab dem 1. September 2026 zur Verfügung.
Die Verfahrensschritte für das E-Reporting werden im Knowledge-Center-Artikel „E-Reporting mit dem DocuWare E-Invoicing Service verstehen" erläutert (in Kürze verfügbar).
Nächster Konfigurationsschritt nur für Frankreich: Tab Erstellen
Nächster Konfigurationsschritt für alle anderen: Tab Berechtigungen